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Die kanadische Consulting-Firma Mercer hat die Lebensqualität weltweit in 215 Städten erhoben. Die Analyse beruht auf der Bewertung von 39 Kriterien der Lebensqualität, wobei unter anderen politische, soziale, ökonomische und umweltrelevante Faktoren untersucht wurden, wie auch die persönliche Sicherheit, Gesundheit, Erziehung, Transport und andere öffentliche Dienste.
Gespannt überflog ich die Studie, denn ich wollte wissen, welchen Rang eine meiner Lieblingsstädte einnimmt in dieser Liste. Ich traute meinen Augen nicht, als ich las, Moskau liege auf Platz 171! Natürlich war ich begeistert und auch sehr stolz, dass zwei Schweizer Städte die Liste anführen, nämlich Zürich als die Nummer eins und Genf als die zwei! Aber Moskau irgendwo zwischen Ouagadougou und Bagdad – nein, dass kann nicht sein. Seit rund drei Jahren besuche ich Moskau regelmässig, und zwar alle drei bis vier Wochen. Und dabei ist mir diese Riesenstadt so recht ans Herz gewachsen, mit ihren imposanten Bauten, endlosen Boulevards und ihrem hektischen Grosstadtleben. Und ganz besonders angetan haben es mir die berühmten Untergrundbahnstationen! Wo sonst auf der Welt findet man solch prächtige unterirdische Bahnhöfe? Zugegeben: Ich lebe nicht in Moskau, ich bin jeweils nur für ein paar Tage geschäftlich da. Sicher ist das tägliche Leben – besonders für die weniger Privilegierten – nicht einfach, und die Kontraste zwischen arm und reich sind schon beeindruckend gross. Dass das Leben in dieser Stadt aussergewöhnlich teuer ist, stimmt auch. Aber auf meinen ausgedehnten Reisen durch die Welt habe ich mich in manch einer anderen Stadt, sei es in Afrika, Asien oder Lateinamerika, weniger wohl gefühlt als in Moskau. Rang 171: Nicht in meiner sehr subjektiven, persönlichen Bewertung! Mit herzlichen Grüssen Béatrice G. Lombard-Martin Geschäftsleiterin |